Alles übers Impfen

Die Corona-Pandemie ist eine weltweite Virusinfektion, die neben Fieber und Husten auch die Lungenfunktion massiv schädigen kann und in Folge auch tödlichen sein kann. Jetzt legt die Forschung großen Wert auf eine mögliche Impfung , um eine weitere Welle dieser Erkrankung zu verhindern und die Menschen zu schützen.

Impfung

Jedes Alter braucht seine Impfung !

Impfungen wurden als vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten entwickelt.

Die effektivste und kostengünstigste Strategie zur Bekämpfung und Kontrolle von Infektionskrankheiten ist die Impfung. Sie dient zur spezifischen Aktivierung des Immunsystems hinsichtlich eines bestimmten Erregers.

Angesichts der Rückkehr von Infektionskrankheiten wie Masern, Keuchhusten, Diphterie oder der zahlreichen Todesfälle in Zusammenhang mit der Grippe betrachten Experten mangelhaften Impfschutz als gesellschaftliches Problem.

Warum sollte man impfen?

Impfen ist die einzige Möglichkeit gewisse Infektionserkrankungen auszurotten.

Als Beispiel: Trotz der häufigen und durchaus unangenehmen Nebenwirkungen der Pocken-Impfung konnten Mitte der 80er durch konsequente Durchimpfung der Bevölkerung die Pocken ausgerottet werden. Ein neuerliches Aufflackern der Erkrankung wurde unmöglich und somit wurde die Impfung aus dem Impfplan gestrichen. Heute haben wir das Ziel die Kinderlähmung auszurotten, dies ist allerdings noch nicht gelungen, daher ist es nach wie vor extrem wichtig dagegen zu impfen.

Angesichts der unerwünschten Rückkehr von Infektionskrankheiten wie Masern, Diphtherie oder Keuchhusten und der zahlreichen Todesfälle im Zusammenhang mit der Grippe gilt der mangelhafte Impfschutz als gesellschaftliches Problem.

Aufgrund vermehrter Masernausbrüche europaweit wird seitens des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) die Empfehlung ausgesprochen, dass alle EU/EWR-Bürgerinnen und Bürger, die in Länder oder Regionen mit bekannten Ausbrüchen reisen, vorab ihre Immunität überprüfen (zwei MMR-Impfungen oder nachweislich durchgemachte Erkrankung) und sich ggf. impfen lassen. Die Impfung ist die einzig wirksame und vorbeugende Maßnahme gegen Ansteckung bei Kontakt mit Masernerkrankten.

Auch Keuchhusten tritt weltweit auf, in Österreich wird eine starke Zunahme von Krankheitsfällen beobachtet. Die Zahl der an Keuchhusten erkrankten Erwachsenen mit Komplikationen und einem Langzeitverlauf hat in den letzten Jahren in Österreich deutlich zugenommen. Beispielsweise wurden in Österreich 579 Keuchhustenfälle gemeldet. Im Jahr 2018 waren es bereits fast 2200 Fälle. Auffällig ist vor allem eine deutliche Zunahme von Erkrankungen im Erwachsenenalter, wobei die Altersgruppe der 40-45-Jährigen besonders betroffen ist. Ähnliche Krankheitsverteilungen sind weltweit zu beobachten, die u.a. durch den Verlust der Schutzwirkung innerhalb weniger Jahre nach Impfung bzw. Durchmachen einer Erkrankung zu erklären sind.

Besonders am Beginn des Lebens ist der Schutz vor Infektionskrankheiten besonders bedeutend, aber auch im späteren Leben ist impfen die wichtigste und effektivste präventivmedizinische Maßnahme. In den meisten Fällen haben Impfungen eine begrenzte Schutzdauer, daher sind regelmäßige Auffrischungen unbedingt nötig.

Außerdem altert unser Immunsystem, das heißt je früher man impft, desto besser ist unsere Immunantwort und die Ausbildung unseres immunologischen Gedächtnisses. Grundimmunsierungen sollten also möglichst in jüngeren Jahren erfolgen, Auffrischungsimpfungen funktionieren auch im Senioren-Alter gut.

Hier geht's zum Thema Kinderimpfung

Was passiert beim Impfen?

Der Körper reagiert mit einer Immunreaktion auf die Injektion. Der Ablauf der Immunreaktion nach einer Impfung entspricht weitgehend dem Ablauf  einer natürlichen Infektion.

Was geschieht bei der Immunabwehr?

Antigen- Antikörper-Reaktion

Ein Antigen (nicht körpereigenes Protein) kommt mit Schleimhäuten oder dem Blutkreislauf in Kontakt und löst die “Infektion“ aus!

Das Antigen wird als „fremd“ erkannt und durch Zellen der unspezifischen Abwehr des Körpers eliminiert.

Es bleiben spezifische Zellen (Lymphozyten) im Körper erhalten, die das immunologische Gedächtnis darstellen und als „ Memory- Zellen“ bei erneutem Antigen-Kontakt rascher reagieren.

Unterschiedliche Prinzipien der Immunisierung

Hier geht's zum Thema Kinderimpfung/ Österreichischer Impfplan

Herausforderungen der Impfstoffentwicklung

  • Hohe Mutationsrate bei Viren (z.B. Grippe)
  • Versteckte Antigene (z.B. HIV) 
  • Ruhende Viren (z.B. Herpes)
  • Direktes Angreifen der Immunzellen (z.B. HIV)
  • COVID-19 Wirkungsmechanismus ungeklärt

Impfreaktionen

Lokalreaktion ( Rötung, Schwellung an der Impfstelle)
Fieber
Kopf- und Gliederschmerzen

Sie sind als normale Reaktion auf die Impfung zu betrachten. In der Regel sind diese Beschwerden nur vorübergehend 

Impfabstand

Alle Impfungen können ohne zeitliches Intervall geimpft werden.

• Kombination von Impfstoffen erhöht die Immunogenität!
• Ein Deltoidmuskel verkraftet mehrere Injektionen!

10 Impfstoffe  mit jeweils 10 Antigenen  gleichzeitig appliziert , würden eine Auslastung der Kapazität des Immunsystems von 0,1 % bedeuten.

Mehr Infos im Video

Hier geht's zum Thema Kinderimpfung

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